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Bruno Voigt (1912 - 1988)
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in Weimar
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Bruno Voigt war enthusiastischer Jungkommunist ( und als solcher  einn Exote in Weimar) und  Meisterschüler von Walther Klemm  (bis 1933). Wohl Ende 1932 
gründeten die 4 kommunistischen Freunde Alfred Ahner, Martin Pohle,  Paul Beermann und Bruno Voigt in Voigts Atelier in Weimar, Ackerwand  5 , eine ASSO-Ortsgruppe Weimar.

Die NSDAP war seit Anfang 1930 an der thüringischen Koalitionsregierung  beteiligt und besetzte mit Wilhelm Frick (Hitler-Putsch-Teilnehmer von  1923) das Innen-und Volksbildungsministerium. Der legale Terror der Nazis begann mit zahlreichen  Sondergesetzen und Verboten. Die  Grundrechte auf Versammlungs- und  Pressefreiheit wurden ausgehöhlt und die Weimarer Hochschulen  gleichgeschaltet. Die  Leitung erhielt der NS-Ideologe (und frühere  Mitbegründer des Werkbunds) Paul Schultze-Naumburg. Herausragendes  Beispiel für die NS-Kulturbarbarei jener  Tage ist die Zerstörung von Oskar Schlemmers Wandmalereien im Treppenhaus des Weimarer  Bauhaus-Werkstattgebäudes von 1923. Bei den Neuwahlen am 31.Juli 1932 errang die NSDAP trotz alledem die absolute Mehrheit in Thüringen und stellte damit die erste Landesregierung in Deutschland  vor 1933.

Bruno Voigt erinnerte sich Anfang der 80er Jahre in einem Gespräch mit  Dr.Gerd Gruber auch an die gemütlich-skurrile Seite  jener Zeit:
"Weimar - es war eine kleine handliche Stadt,die mir gefiel doch platzte  sie aus allen Nähten, so viele Maler gab es, und Leute mit Professorentiteln  fand man massenhaft. Viele von Ihnen konnten als Künstler nichts  werden,und so leiteten sie mit ihrem Professorentitel eine Kneipe oder  solch einen 'Knäckebrotladen'. Ich wollte nun auch nach Weimar und auch  'untergehen'. Aber ein Vertrag mit dem Bavaria-Verlag half mir über das  Gröbste hinweg. Insgesamt waren wir mächtig arm, aber glaub' mir, wir  waren glücklich und wollten die Welt auf den Kopf stellen." 

Das  'Ich'
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