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Bruno Voigt (1912 - 1988) |
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Lebenslauf Bruno Voigt |
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| 20. September 1912 in Gotha/Thüringen geboren. (Sozialdemokratisches Elternhaus, Vater Lehrer; Freunde der Familie: Theodor Neubaür, Otto Rühle, Fred Forbát u.a.) 1919 Grundschule und 1922 Oberrealschule in Gotha Herbst 1929 Beginn des Studiums an der Hochschule für Bildende Kunst in Weimar/Meisterklasse Prof. Walter Klemm 1931 Mitgliedschaft beim Kampfbund Rote Einheit; Mitarbeit im Kabarett Rote Raketen, gehörte zur Agitprop-Abteilung der Roten Hilfe (RHD) 1932 Honorarvertrag mit dem Bavaria-Verlag, Gaufing vor München (1933 gelöst), der Karikaturen, Lithografien, Gouachen etc. in eigener Regie redaktionell verarbeitete und anbot Januar 1933 Gründung des Linkskartells der Geistesschaffenden zur Verhinderung des Dritten Reiches in Voigts Atelier. Voigt war Kassierer in diesem republikanischen Club (mit unabhängigen Persönlichkeiten wie dem sozialdemokratischen Arzt Dr.Heinemann, dem Armenarzt Dr. Brockheim u. a.). Nach der vierten vorbereitenden Sitzung wurde von Voigt der Monatsbeitrag von 1,-RM eingesammelt, bei der fünften Sitzung die Auflösung beschlossen Gründung einer ASSO-Ortsgruppe Weimar durch Martin Pohle, Bruno Voigt, Alfred Ahner u. a. - Kurt Günther/ Gera sollte angeworben werden - und kurz darauferfolgte Auflösung Sommer 1933 Kontrollen durch SA und NSDAP Herbst 1933 Beendigung des Studiums Heirat und Übersiedlung nach Gotha 1936 Übersiedlung nach Ulrichshalben bei Weimar. Einstellen der politischen Arbeit. Das unauffällige Leben im Dorf bot relative persönliche Sicherheit und harte Existenzbedingungen, ließ aber noch Energien frei zu gelegentlicher Fortsetzung der künstlerischen Arbeit. Bis 1944 entsteht eine Reihe von Arbeiten, die kompromißlos und unverschlüsselt-direkt das Ungeheuerlich-Alltägliche von Nationalsozialismus und Krieg beschreiben 1941 Einberufung zur Wehrmacht, als Infanterie-Soldat an der Ostfront (Leningrad, Karelien) Februar 1944 schwere Verwundung September 1944 Verlegung nach Holland, nach 9 Tagen Desertion, englische Kriegsgefangenschaft bei Rouen 1946 überstellung an das französische Militär und Einsatz beim Minenräumkommando, dann Dolmetscher und Zeichner bei der Déminage Cabourg, Calvados/Normandie November 1947 Entlassung aus der Gefangenschaft und Rückkehr nach Gotha in die sowjetisch besetzte Zone Deutschlands (SBZ) 1948 Besuch der Parteischule der SED. Stadtrat für Kultur und Erziehung (inkl. Jugendamt) in Gotha, Kreisvorsitzender im Kulturbund 1949 Mitglied der Kreisleitung der SED (für Kultur und Propaganda), hauptamtlicher Studienleiter für die Neu-Lehrerausbildung am Berufspädagogischen Institut (für Biologie, Kunst und Geschichte der Arbeiterbewegung) Seit 1. Oktober 1951 Direktor der Staatlichen Museen in Gotha, Kreistagsabgeordneter (da Kulturamt an den Kreisrat übergeben wurde) Durch Ludwig Justi Werkvertrag mit den Staatlichen Museen in Berlin zwecks Gründung einer Ostasiatischen Abteilung Seit 26. Mai 1954 Abteilungsleiter im Ministerium für Kultur in Berlin/DDR (Abteilung Museen und Denkmalspflege) Seit 1. Februar 1954 (bis 1983) Direktor der Ostasiatischen Sammlung in den Staatlichen Museen zu Berlin/DDR 1975 Scheidung und Wiederverheiratung 1984 Streichung der SED-Mitgliedschaft (wegen Inaktivität durch Alter) 14. Oktober 1988 Tod von Bruno Voigt |
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| © AGO Galerie Berlin, 2000 |
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