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| Goethe-Zeit: |
Malwida von Meysenbug |
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| Malwida von Meysenbug ( 1816 Kassel - 1903 Rom ) Die junge Malwida wuchs zwischen Künstlern auf, die die Mutter zu einem musischen Kreis im Haus versammelte. Malwida betrieb eigene musikalisch-kompositorische Studien und erhielt Malunterricht durch Carl Morgenstern (1811 - Frankfurt/M. - 1893). Ihr energisches und unabhängiges Denken führte sie früh in die Sozialarbeit. Nach anfänglicher Tätigkeit im selbst gegründeten Hilfsverein für Arme gelangte sie schließlich 1848 zu konsequenter politischer Parteinahme für die deutschen Demokraten. 1850 Aufnahme der Lehrtätigkeit an der Hamburger Frauenhochschule (gegr. von Emilie Wüstenfeld und Bertha Traun in Verbindung mit den Deutschkatholiken um Johannes Ronge), wo die Schülerinnen in Kindergärten und Elementarklassen nach Fr. Fröbels System ihre Fähigkeiten entwickeln konnten. 1852 ging Malwida als politischer Flüchtling ins Londoner Exil, wohnte dort zunächst bei Johanna Kinkel, dann im Hause Alexander Herzens, dessen 'Memoiren eines Russen' sie übersetzte (4 Bde, Hamburg 1855-59). Sie erzog Herzens Tochter Olga (verheiratet 1872 mit dem Historiker Gabriel Monod). Später in Italien wohnend und viel auf Reisen, lernte sie in Bayreuth 1872 Fr. Nietzsche kennen (Briefe an F. Nietzsche, s. F.N. Ges. Briefe, Gr. Ausgabe. Berlin /Leipzig 1906-09), von dem sie sich aber nach dessen Bruch mit Wagner abwandte. Ihr Haus war bis zu ihrem Tode gesellschaftlicher und künstlerischer Mittelpunkt für Menschen aus aller Welt. Zahlreiche eigene Schriften, u.a. 'Memoiren einer Idealistin' (anonym ersch. Berlin 1876, 3 Bde); Altersbildnis von Franz von Lenbach 1885. |
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| © AGO Galerie Berlin, 2000 |
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